
Bogenkultur für alle
Was soll das bedeuten?
Ich möchte die kieler Gemeinde um eine gemeinnützige Lernplattform erweitern. Im Fokus stehen dabei der traditionelle Bogensport als immaterielles Kulturerbe und die Natur. Voraussichtlich im Klosterforst des adligen Klosters Preetz soll ein Naturparcours entstehen, in dem Bogenschießen trainiert werden kann. Eine Doppelfunktion als Naturlehrpfad wäre eine Möglichkeit einer regelmäßigen und saisonal differenzierten Auseinandersetzung mit der lokalen Flora und Fauna.
Über regelmäßige Kurse und eine Auswahl an Leihbögen, können dann verschiedene Schieß-Stile und Herangehensweisen erprobt werden. Das regelmäßige Training soll auf diesem Gelände kostenlos ermöglicht werden. Lediglich ein möglicher Pfeilverlust oder Einführungs- und Fortbildungskurse werden dann vom Schützen selbst getragen werden.
Motivation/Person
Nach meinem kulturwissenschaftlichen Studium an der Uni Kiel habe ich 3 Jahre lang kommerziell im Bereich des traditionellen Bogensports gearbeitet, didaktische Konzepte erprobt, nachhaltige Ziel- und Backstop-Lösungen umgesetzt und unzähligen Gruppen und Einzelpersonen den Umgang mit Pfeil und Bogen näher gebracht und/oder diese durch den Schießalltag begleitet. In dieser Zeit wurde mir zunehmend bewusst, dass der Bogen vielen defizitären Aspekten des modernen Alltags auf natürliche Weise entgegenwirken kann. So finden viele Interessierte im Bogenschießen eine ideale Gegenbewegung zur Arbeit am Schreibtisch. Oder finden im Wald einen Ruhepol, der im Kontrast zur städtischen Schnelllebigkeit steht und die Konzentration und Körperbeherrschung schult. In Gemeinschaft oder allein bietet der Bogen eine Plattform, gesteigerte Aufmerksamkeit für die Umwelt zu entwickeln und das räumliche Vorstellungsvermögen zu trainieren.

Viele haben mir von einen Frusterlebnis in einem leistungsportlich orientierem Verein mit einem olympischen Recurvebogen berichtet. Einige erzählten auch, dass sie ein Mittelalterfest besucht und zwischen Tür und Angel „schnell mal“ geschossen haben. So sollte es nicht sein…
Auch kann der soziokulturelle Mehrwert, der mit der Beschäftigung des Bogens einhergeht, kaum mit einer kommerziellen Institution zur Geltung kommen. Der Endkunde zahlt meistens trotz knapper Kalkulationen der Parcousbetreiber zu viel. Was eine nachhaltige Beschäftigung für viele Personengruppen erschwert.
Zwischen 10€ und 20€ kostet der Besuch eines geeigneten Trainingsgeländes. Pro gebrochenem oder verloren gegangenem Pfeil, muss ein Schütze zusätzlich mit ca 10-12€ kalkulieren. Gerade für Eltern mit Kindern, Studierende oder Berufsanfänger und Geringverdiener ist das leider zu viel, für eine regelmäßige und nachhaltige Beschäftigung mit dem Bogen.
Ich habe häufig erlebt, dass Interessierte ausschließlich deshalb wieder mit dem Bogensport aufhören. Der Zugang zu den lokalen Vereinen Kiel’s ist aufgrund der Ehrenamtlichkeit der Mitglieder, begrenzter Vereinsmitgliederzahlen oder auch das Wetter oft nur über eine langwierigere Terminfindungsphase möglich.
Deshalb möchte ich ein dauerhaft betreutes, jedoch unentgeltliches Trainingsareal ins Leben rufen.

Projekt: Bogenkultur für alle
Spendenfinanzierung
Für mich ist klar, dass ein Projekt, das einen so hohen gemeinnützigen Mehrwert hat, anklang bei Menschen finden muss, welche eben diese fördern möchten und können. Anders ist ein niedrigschwelliges, nachhaltiges Angebot nicht realisierbar.